Schiessl Pils
Schiessl Pils! Oder doch Schiessl-Pils? Wie schreibt man eigentlich dieses herrliche Gesöff? Schiesslpils aber bestimmt nicht… Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Wenn jemand eine plausible Erklärung hat, kann er sie mir gerne schicken.
Nun – was ist es, dieses Getränk? Machen wir doch ein kleines Schiesslpedia…
Herkunft:
Das feine Bier Pilsener Brauart entstammt dem Braukessel der Brauerei Hermann Schießl aus Amberg in der Oberpfalz.
Ursprünglich hieß sie bis in die 1970er Brauerei Schießl, also kennt es manch einer noch als Schießl Pils (oder doch Schießl-Pils?).
Verbreitung:
Das Bier wird heute vorwiegend von katholischen Jugendlichen und jung gebliebenen der KjG St. Martin in deren Partyraum, dem “Clubraum” und in der Kneipe “Vis-a-Vis” konsumiert. Weitere gastronomische Anlaufpunkte für Schiessl-Liebhaber sind leider nicht bekannt. Diese geringe Verbreitung ist auch mit der Grund, dass es die Brauerei Hermann Schießl im Grunde nicht mehr gibt. Sie wurde von der Brauerei Winkler übernommen, was viele Veränderungen mit sich zog.
Anpassung:
Durch den Aufkauf der Brauerei Hermann Schiessl durch die Brauerei Winkler wurden deren beider Pils-Sorten zu einer Sorte “zusammengebraut”, laufen aber beide noch unter ihrem eigenen Label Winkler Pils und Schiessl Pils (oder doch Schiessl-Pils?). Dabei kam es natürlich zu geschmacklichen Veränderungen, die von Schiessl-Liebhabern aber tolleriert werden. Das Schiessl Pils (oder doch Schiessl-Pils?) wird von ihnen trotzdem noch als das beste Bier der Welt angesehen.
Die bisher letzte Anpassung war, dass die beliebten braunen Schiessl-Flaschen der Norm zum Opfer fiehlen. Sie weisen eine geringere Größe als Winklers Pilsflaschen auf, so dass man beide Sorten nicht in einem Zug abfüllen konnte. So kam es, dass das Schiessl Pils (oder doch Schiessl-Pils?) jetzt in den standardmäßigen 0,33er-Flaschen daher kommt, wie man sie von überall her kennt. Schade um die schöne alte Schiessl-Flasche.
Zukunft:
Es ist zu hoffen, dass die Fangemeinde dem lecker Pils treu bleibt und dafür sorgt, dass es weiterhin produziert wird.
Wir – Wolfram und ich – tun auf jeden Fall alles dafür, importieren es sogar nach Berlin (wie man in der Galerie zur Wohnungseinweihung sehen kann). Aber auch außerhalb der Partyzeit steht immer mindestens eine Kiste bei uns in der Küche…