Hamburg, meine Perle

Was für ein Wochenende. Ich glaube, das wird der längste Blog-Eintrag ever. Zu viele, zu geile Aktionen. “Vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, hinein ins Weekend-Feeling…” Das war doch mal ein 90er-Werbe-Song – kann sich noch jemand erinnern? Ich mich nur noch dunkel… Also eine Electro-Scheibe auf die Ohren geschnallt und es kann losgehen. Mal schauen, wann die Finger vom Tippen wehtun…

Freitag
15 Uhr mit dem ICE nach Hamburg. Schön früh Feierabend gemacht. Welch Seltenheitswert. Grund der Reise: das – zumindest von der Platzierung her – verpatzte Wii-Tennis-Turnier vor drei Wochen in Berlin. Damals mit Meister Kurtz im Vierelfinale gescheitert, wollten wir was für Ego tun. Also mussten die einst oberflächlichen Wii-Tennis-Fähigkeiten meines Partners an zwei harten Trainingsabenden verbessert und zur Perfektion getrieben werden. Bis der Arm fast abfiel. Unser Ziel war also der Affiliate-Cup in Hamburg, der Freitagabend stattfinden sollte.

Bei meiner überaus reizenden (Ex-)Kommilitonin – wir sind ja jetzt schließlich Herr und Frau Bachelor – Elaine fanden wir das Wochenende über Unterschlupf und als Belohnung durfte Sie auch mitspielen und den Eat-and-drink-for-free-Charakter der Veranstaltung genießen. Hier nochmals weltgrößten Dank für die zuvorkommende Gastfreundschaft und herausragende Fremdenführungskunst – und in was für fremde Kulturen Sie uns führen sollte, wagten wir nicht zu träumen. Später mehr.

Nach nur 1,5-stündiger Zugfahrt (nach der Rückfahrt wussten wir, wie toll so eine kurtze Fahrt sein kann…) ging es nach einem Käffchen relativ straight auf die Veranstaltung zu und ehe wir uns versahen: das erste Freigetränk in der einen und die Wii-Mote in der anderen Hand. Und: das Training hatte sich gelohnt.

Partner Kurtz wuchs über m/sich hinaus und der Rest ist Geschichte: Alles und Jeden geschlagen. 8 Spiele, sieben mal 3:0, einmal 3:1 – ich möchte ja nicht prahlen, aber unsere Gegner taten es ja auch. Zumindest vor dem Spiel. Nur gegen das Barkeeper-Team einen Satz verloren. Verschmerzbar. Wir können ja behaupten, Sie hätten uns mit Alkohol bestochen.

Jetzt aber Schluss mit dem Eigenlob. Es stinkt nämlich schon mächtig. Elaine kam übrigens als absolute Anfängerin mit Zanox-Kollege Sören bis in Viertelfinale. Und es wäre ihnen mehr zuzutrauen gewesen – wären Sie im Viertelfinale nicht auf uns getroffen.

So haben wir also den Affilitate-Cup gerockt und es sollte noch lange nicht Schluss sein im Staate Feiering. Wir wollten eigentlich mit den Quisma-Jungs auf die Reeperbahn, aber Frl. Viebrock hatte da besseres vor. Also ab in die Russendisko. Richtig gehört: RUSSENDISKO. Muss man mal erlebt haben. Aber bitte nicht nüchtern. Und als Bayern-Fan kann es dort auch hart werden. Denn der Beamer wollte nichts anderes zeigen als St.-Petersburger Tore aus dem UEFA-Cup. Bei uns würde das unweigerlich zum Titel Bauern-Disko führen. Aber naja. Gönnen wir es Ihnen.

Zum Ausklang des Abends war dann noch Spralli-Time angesagt. Wunderbar nachzulesen bei Shorty. Ich kann mich nämlich auch nicht mehr so sauber daran erinnern. Also um 7 ins Bett und gegen 12 schon wieder raus… Kostet ja nichts, wir sind jung. Zumindest die meinsten von uns dreien.

Samstag
Hier relativiert sich die Aussage wir sind jung… Zwar früh aufgestanden, aber der groß angekündigte Clubbing-Abend sollte ausfallen. Die Quintessenz: ohne Vorglühen geht halt doch nichts. Um 1 Uhr nüchtern auf die Schanze. Leute, lasst es sein. Bringt nichts! Trotzdem war der Tag für mich ein Highlight. Fast noch besser als das gewonnene Turnier. Denn…

Dittsche

Beim Dittschmeister live vor Ort. 10. Staffel, letzte Folge. Traditionsgemäß mit Promibesuch. Diesmal: Silvie und Rafael van der Vaart. Gegen 10 sind wir vor dem Imbiss im Eppendorfer Weg aufgekreuzt und haben uns eine Überblick verschafft. Wunderbar. 25 Minuten bis zur Sendung, ca. 15 Schaulustige. Da ist noch Zeit für ein Bier an der Tanke. Wieder zurück sind es dann schon 30-40 Leute und die Sicht nicht mehr ganz so toll. Aber egal. Einmal bei der Live-Sendung dabei, was will ich mehr?!

Ein schlechtes Handy-Video darf natürlich nicht fehlen: diesmal die letzte Minute vor der Sendung. Schön zu sehen, wie sich Olli Dittrich in die Rolle einspielt und wie sehr die Security darauf aus ist, dass ohne Blitzlicht fotografiert wird.

Ganz großes Kino in Hamburg-Eppendorf. Mein Respekt vor Olli Dittrich, der nach der Sendung wirklich jeden Autogrammwunsch erfüllt und ewig Fotos machen lässt. Höchst professionell und fanfreundlich. Und selbst hier zog er noch die Dittsche-Rolle durch. Welch Vergnügen. Für Dittsche-Fans ist ein Besuch am Imbiss also nur zu empfehlen. Unter den Zuschauern trifft man auch das ein oder andere Original, bei dem man einige Parallelen zur Figur entdeckt. Und die sind noch stolz drauf: “Der Scheiß, den der erzählt – das passiert mir auch dauernd…”

Sonntag
Ausschlafen, Hamburg gucken. Eine schöne Tour mit dem Schiff und ein bisschen chillen am Strand. Mehr war nicht angesetzt.

Schwups in den ICE und schnell wieder heim. Denkste. Personenschaden, Schienensuizid. Nennt es wie Ihr wollt. Da kann ich nur Shorty zitieren: Thank you for dying with Deutsche Bahn. Mann! Es sei jedem vergönnt, mit seinem Leben anzustellen, was er will. Aber trotzdem muss man die Scheiße doch nicht andere Leute ausbaden lassen, oder?!

Trotzdem ein sehr, sehr geiles Wochenende. Ich hoffe auf eine Wiederholung!

In diesem Sinne: Macht’s nur so weiter!

1 Kommentar

Ich “Tennislegende” (he he he, geiles Zitat) möchte Mac & Row hiermit nochmals herzlich gratulieren (wie? Ihr wart nicht auch die Meister der Herzen??? Na ihr müsst aber mit Selbstbewusstsein um Euch geschmissen haben). Ihr scheint Euch dank der Gegner in HH gut geschlagen zu haben ;-)
Nein, nein. Bin wirklich stolz auf Euch. Und ich bin ein Quäntchen traurig, dass wir 4 das nicht in München zu einem ruhmreichen Ende bringen können… :-(

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